africa-1170177_960_720

Mein GFK-Monat: In Halle, Leipzig, Düsseldorf und virtuell

Ein Beitrag von Marius Fischer

Nachdem ich sechs Monate im überregionalen Orgateam mitgewirkt habe, ging es am 1.April endlich los: Der GFK-Monat um 30 Jahre Gewaltfreie Kommunikation im deutschsprachigen Raum zu feiern, startete.

Den Abend verbrachte ich im Haus der Demokratie Leipzig, wo das Netzwerk aus der Region Halle/Leipzig die regionalen Events mit einer Abendveranstaltung eröffnete. Es wurde der regionale GFK-Film gezeigt, Gabriele Seils gab einen Vortrag über ihre Begegnungen mit Marshall Rosenberg und die Anbieter der verschiedenen Events stellten sich vor. Außerdem wurden „GFK-Erfolgsgeschichten“ erzählt, von aktiven Menschen aus der Region, die die GFK unter anderem im Gefängnis trainieren oder Workshops in Osteuropa anbieten. Der Abend endete mit mehreren gemeinsamen interaktiven Gefühlstheaterübungen.

Kaum Zeit zu verschnaufen, durfte ich am Abend des 2.4. das Webinar mit Christian Rüther moderieren. Das war zeitweise gar nicht so einfach, dem Inhalt zu folgen, Fragen im Chat nicht zu verpassen und der Internetleitung Mut zuzureden, nicht schlapp zu machen.

Sechs Tage später das gleiche Spiel, als Sascha und Tilman wieder nicht konnten und ich das Webinar mit Edith Sauerbier moderierte. Hat beide Male sehr viel Spaß gemacht.

Unabhängig vom GFK-Monat hatte ich Mitte April den nächsten Termin meiner Fortbildung in Düsseldorf, wo ich wieder ein Wochenende im geschützten Raum die Giraffensprache trainieren konnte. Inzwischen stelle ich auch fest, dass es mir im Alltag immer öfter gelingt, nach Bedürfnissen zu Fragen und empathisch zuzuhören.

Die letzte Woche des Aprils hatte es dann auch wieder in sich, einen Abend begann die philosophische Sommergesprächsrunde Halles „Dialog unter freiem Himmel“ mit dem Thema „Was ist Gewaltfreie Kommunikation“, bei dem wir uns vor allem über die Haltung hinter der Theorie unterhielten. Zwei Tage später, einen Samstag, durfte ich wieder moderieren, allerdings nicht im virtuellen Raum, sondern im Peißnitzhaus in Halle wo das Netzwerk ein Giraffenfest veranstaltet hat, mit Infoständen, Tanz, Musik, Lesungen, diversen Empathiespielen und einem Empathieraum. Und wieder zwei Tage später habe ich dann als Assistent das erste Mal bei einem GFK-Training auf der Trainerseite gesessen.

Nun ist der April schon über eine Woche her, in der wir uns auch alle eine bisschen erholt haben und den Kopf anderen Dingen gewidmet haben. Und nun wird, genau wie die Monate vor dem GFK-Monat, wieder Arbeit folgen. Immerhin will die Homepage aktualisiert werden, wir brauchen konkrete Visionen wie es jetzt mit dem GFK-Portal weitergeht, der Blog soll bestehen bleiben und die Webinar hochgeladen werden.

Wir werden also weiterhin sichtbar sein und ich hoffe, dass die deutschsprachige GFK-Community den Schwung aus dem GFK-Monat nutzen kann um weiterhin mehr und mehr Menschen die „Sprache der Bedürfnisse“ vorzustellen.

Ich hoffe ihr habt auch vielfältige Eindrücke im letzten Monat sammeln können und wünsche mir, dass es keine einmalige Sache gewesen ist. Ich bin gespannt wie es weitergeht!

Bildquelle: https://pixabay.com/de/zebra-gnu-giraffe-afrika-namibia-1170177/